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Einkommensteuergesetz (EStG)
 
Das Ein¬≠kom¬≠men¬≠steuergesetz (EStG) bietet mit der Einkom¬≠men¬≠steuer-Durchf√ľhrungsverordnung (EstDV) die Rechts¬≠grundlage f√ľr die Besteuerung von Einkommen. Das EStG unterscheidet sieben Einkunftsarten. Die Einkunftsquellen sind Gewinneink√ľnfte (Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstst√§ndige Arbeit) und √úberschusseink√ľnfte (nichtselbst¬≠st√§ndige Arbeit, Kapitalverm√∂gen, Vermietung und Verpach¬≠tung sowie sonstige Eink√ľnfte). Von der Summe der Eink√ľnfte werden zun√§chst ‚Äď vor allem und soweit zutreffend ‚Äď der Altersentlastungsbetrag, der Entlastungsbetrag f√ľr Alleinerziehende und der Freibetrag f√ľr Land- und Forstwirte abgezogen. Dies f√ľhrt zum Gesamtbetrag der Eink√ľnfte.

Hiervon werden der Verlustabzug, Sonderausgaben und Ausgaben auf Grund von au√üergew√∂hnlichen Belastungen abgezogen. Unter weiterer Ber√ľcksichtigung von etwaigen Kinderfreibetr√§gen gelangt man dann zum zu versteuernden Einkommen.

Personenunternehmer, die Eink√ľnfte aus Gewerbebetrieb erzielen, werden zus√§tzlich dadurch entlastet, dass bei ihnen ein Anteil der bezahlten Gewerbesteuer in H√∂he des 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrages auf die zu bezahlende Einkommensteuer angerechnet wird. Damit soll der Nichtabziehbarkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe entgegengewirkt werden.

Die Einkommensteuertarife wurden zuletzt zum 01.01.2010 angepasst.

Das Steuer√§nderungsgesetz 2007 f√ľhrte einen Zuschlag zur Einkommensteuer ein. Ab einem zu versteuernden Einkommen in H√∂he von 250.000 Euro beziehungsweise bei Zusammen¬≠veranlagung von Ehegatten ab 500.000 Euro wird seit 2007 ein Zuschlag zur Einkommensteuer in H√∂he von drei Prozent¬≠punkten erhoben, so dass sich der Spitzensteuersatz auf 45 Prozent (zuz√ľglich Solidarit√§tszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) erh√∂ht (so genannte "Reichensteuer").

F√ľr Gewinneink√ľnfte, also Eink√ľnfte aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirt¬≠schaft und aus selbst√§ndiger T√§tigkeit (vor allem Freiberufler), wurde bis zum Inkrafttreten der Unternehmenssteuerreform am 01.01.2008 ein Entlastungsbetrag gew√§hrt, mit der Folge, dass f√ľr diese Eink√ľnfte im Ergebnis keine Erh√∂hung der Steuerbelastung eintrat.

Durch die verfassungsrechtlich gebotene Freistellung des Existenzminimums von der Steuer wurde der Grundfreibetrag ab 01.01.2013 auf ‚ā¨ 8.130 und ab 01.01.2014 auf ‚ā¨ 8.354 angehoben (Angaben f√ľr Ledige). Die wichtigsten Tarifreformschritte:
 

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Zuletzt aktualisiert: 05.04.2022
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