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Baunebenkosten
english: additional costs of construction; ancillary construction costs; building incidentals; incidental construction expenses; incidentals; incidental (building) costs; soft development costs
 
Baunebenkosten sind Teil der Gesamtkosten eines Bauvorhabens. Zu ihnen zählen im wesentlichen:
  • Kosten für Architekten, Ingenieure und Sonderfachleute
  • Kosten der Verwaltungsleistungen des Bauherrn (u.a. auch eine eventuelle Baubetreuungsgebühr)
  • Kosten der Behördenleistungen wie Baugenehmigung, Gebrauchsabnahmen
  • Kosten der Finanzierungsbeschaffung, Bauzeitzinsen, Bereitstellungszinsen
  • Grundsteuern während der Bauphase
  • Kosten der Beschaffung von Darlehen und Zuschüssen zur Deckung von laufenden Aufwendungen, Fremdkapitalkosten, Annuitäten und Bewirtschaftungskosten
  • sonstige Nebenkosten bei Vorbereitung und Durchführung des Bauvorhabens
Was Baunebenkosten sind, ergibt sich aus § 5 Abs. 4 der mittlerweile außer Kraft gesetzten II. Berechnungsverordnung. Näheres zum Ansatz der Baunebenkosten unter anderem hinsichtlich der Architekten – und Ingenieurleistungen regelt § 8 der II. BV. Zur Ermittlung der Kosten für Architekten und Ingenieure gilt die HOAI. Die Kosten der Verwaltungsleistungen sind in der II. BV begrenzt auf 1% bis 3,4% der Baukosten, zuzüglich etwaiger Zuschläge in besonderen Fällen.

Baunebenkosten sind auch in der DIN 276 unter der Hauptgruppe 700 erfasst. Sie entsprechen in etwa trotz teils anderer Bezeichnung denen der II. BV.
 
SIEHE / SIEHE AUCH:
 
Gesamtkosten (eines Bauwerks)

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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2019
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